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Frances, A. (2017). Wer ist krank – und wer nicht? Die entscheidende Rolle psychiatrischer Diagnosen – und ihre gravierenden Mängel. Familiendynamik, 42 (2), 102-111.

3. August. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Zeitschrift Kommentare deaktiviert für Frances, A. (2017). Wer ist krank – und wer nicht? Die entscheidende Rolle psychiatrischer Diagnosen – und ihre gravierenden Mängel. Familiendynamik, 42 (2), 102-111.

Möglichkeiten und Grenzen psychiatrischer Diagnosen werden erörtert. Es wird dafür plädiert, im Bereich der psychischen Störungen wieder die Unsicherheit zu akzeptieren, die dem Thema angemessen ist, und der fortschreitenden Medikalisierung psychischen Leidens entgegenzutreten, da das menschliche Gehirn niemals so präzise erforscht werden kann, wie es manche Vertreter der biologischen Psychiatrie glauben machen wollen, und da außerdem soziale und gesellschaftliche Faktoren oft viel wichtiger sind als die individuellen Faktoren bei den Patienten, wenn es darum geht, Ausmaß und Verbreitung einer mit einer Diagnose bezeichneten Störung zu erklären. Am Beispiel der Diagnosen „Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität“ und „Posttraumatische Belastungsstörung“ wird gezeigt, welche historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, aber auch welche Marktmechanismen zur „Aufblähung“ einer Diagnose führen können. Viel ernster als die Diagnose sollten demnach das Verstehen der psychosozialen Faktoren, die mit der Störung zusammenhängen, sowie das Engagement für Verbesserungen der sozialen Situation der Betroffenen genommen werden.

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0331595

https://doi.org/10.21706/fd-42-2-102

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Dohrenbusch, R. & Allstadt Torras, R. (2017). Prinzipien und Methoden der Beschwerdenvalidierung. PSYCH up2date, 11 (4), 359-374.

31. Juli. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Zeitschrift Kommentare deaktiviert für Dohrenbusch, R. & Allstadt Torras, R. (2017). Prinzipien und Methoden der Beschwerdenvalidierung. PSYCH up2date, 11 (4), 359-374.

Prinzipien und Methoden der Beschwerdenvalidierung werden beschrieben. Eingegangen wird unter anderem auf freie Beobachtungen als orientierenden Einstieg, Validierung von Leistungstestergebnissen und Selbstberichten sowie die Integration von Kennwerten und Beobachtungen in einen psychologischen Befund. Die Beschwerdenvalidierung ist ein komplexer psychodiagnostischer Urteils- und Bewertungsprozess, um die Gültigkeit der von einer einzelnen Person beklagten gesundheitlichen Beschwerden oder gezeigten Funktionsbeeinträchtigungen zu sichern. Dies kann zum Beispiel im arbeitsmedizinischen oder gutachterlichen Kontext der Fall sein, um Entlastungswünsche zu begründen. Zur statistischen Prüfung von Inkonsistenzen sind standardisierte und normierte Testverfahren das Mittel der Wahl. Dabei begründet der Nachweis einer Auffälligkeit in einem Validierungstest keine Annahme generell verfälschter Aussagen. Ein Validierungsbefund ist spezifisch auf die psychische oder soziale Eigenschaft auszurichten, über deren Gültigkeit eine Aussage gemacht werden soll.

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0332376

https://doi.org/10.1055/s-0042-122885

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Hoyer, J., Schneider, S. & Margraf, J. (2018). Fragebögen, Ratingskalen und Tagebücher. In J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch Verhaltenstherapie Band 1. Grundlagen, Diagnostik, Verfahren und Rahmenbedingungen psychologischer Therapie (4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage; S. 299-311). Berlin: Springer.

30. Juli. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Buchbeitrag Kommentare deaktiviert für Hoyer, J., Schneider, S. & Margraf, J. (2018). Fragebögen, Ratingskalen und Tagebücher. In J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch Verhaltenstherapie Band 1. Grundlagen, Diagnostik, Verfahren und Rahmenbedingungen psychologischer Therapie (4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage; S. 299-311). Berlin: Springer.

aus der Zusammenfassung:
Fragebögen, Ratingskalen und Tagebücher sind unverzichtbare Hilfsmittel der verhaltenstherapeutischen Praxis. Das vorliegende Kapitel gibt eine Einführung in den Nutzen und die Notwendigkeit von Fragebögen, Ratingskalen und Tagebüchern für die verhaltenstherapeutische Praxis. Es werden Fragebögen und Ratingskalen zur allgemeinen Psychopathologie, zu spezifischen psychischen Störungen und Fragebögen, die störungsübergreifende Aspekte psychischer Störungen erfassen, kurz vorgestellt. Der zweite Teil des Kapitels widmet sich störungsspezifischen Tagebüchern. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den für die therapeutische Praxis sinnvollen Einsatz dieser Verfahren gelegt. Schließlich werden die Probleme und Grenzen von Fragebögen, Ratingskalen und Tagebüchern diskutiert.

Tab. 19.1 Fragebögen und Ratingskalen zur Erfassung psychischer Beschwerden bei Erwachsenen
Tab. 19.2 Standardisierte Tagebücher zur Erfassung psychischer Störungen

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0340572

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Kerkhoff, G. & Schmidt, L. (2018). Neglect und assoziierte Störungen (2., überarbeitete Auflage). Göttingen: Hogrefe.

27. Juli. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Buch Kommentare deaktiviert für Kerkhoff, G. & Schmidt, L. (2018). Neglect und assoziierte Störungen (2., überarbeitete Auflage). Göttingen: Hogrefe.

Erscheinungsformen, Hintergrund und Behandlung des Neglect, einer Gruppe neurologisch bedingter sensorischer oder motorischer Ausfallerscheinungen, werden beschrieben. Bei einem Neglect scheint für den Patienten die der Hirnschädigung gegenüberliegende Raum- und Körperhälfte plötzlich nicht mehr zu existieren. Er sieht, hört und fühlt auf dieser Seite nichts mehr, obwohl seine Sinnesorgane intakt sind. Eine Behandlung ist dringend notwendig, wird aber dadurch erschwert, dass die Patienten ihre eigene Krankheit nicht wahrnehmen. Erkenntnisse zu den Grundlagen des Neglects und der assoziierten „Satellitensymptome“ (etwa Extinktion, posturale Störungen, mangelnde Krankheitseinsicht) werden dargestellt. Diagnostische Verfahren, die bei Neglect zum Einsatz kommen, werden beschrieben. Des Weiteren werden neue Therapieverfahren präsentiert. Fotos der konkreten Behandlungssettings sollen die Durchführung der Therapien in der Klinik, Praxis oder ambulant in anderen Settings veranschaulichen. Angaben zur Wirksamkeit der Behandlungen entsprechend den Leitlinien sollen die Auswahl geeigneter Verfahren erleichtern. – Inhalt: (1) Beschreibung der Störung. (2) Erklärungsmodelle. (3) Diagnostik. (4) Behandlung von Neglect und assoziierten Störungen. (5) Anhang (Dokumentation von Herstellern, Geräten, Software, Tests, Fragebögen; Catherine Bergego Skala (CBS); Motor Neglect Alltags-Rating; Postural Assessment Scale for Stroke Patients; Standardisierte Pusher Skala; Untersuchungsbogen zur Erfassung der Unawareness für den vernachlässigten Arm; Glossar).

S. 29-43: Kapitel Diagnostik
3.1 Testverfahren
3.1.1 Testbatterien
3.1.2 Screeningtests
3.1.3 Tests für körperbezogene Neglectstörungen
3.2 Fremdbeurteilungsverfahren
3.3 Differenzialdiagnostik zu elementaren Störungen
3.3.1 Hemianopsie versus visueller Hemineglect
3.3.2 Hemianästhesie versus somatosensibler Neglect
3.3.3 Unilaterale Hörstörung versus akustischer Neglect
3.3.4 Hemiparese versus motorischer Neglect
3.4 Posturale Imbalance vs. Pushersymptomatik
3.4.1 Beurteilungsskalen
3.4.2 Screeningverfahren
3.4.3 Quantitative Verfahren
3.5 Körperbezogene Neglectstörungen
3.6 Unawareness
3.6.1 Unawareness der Hemiparese
3.6.2 Unawareness des Gesichtsfeldausfalles
3.6.3 Unawareness räumlicher Störungen
3.7 Restneglect und Restextinktion
3.8 Fahrtauglichkeit
7 Anhang
Dokumentation von Herstellern, Geräten, Software, Tests, Fragebögen
Catherine Bergego Skala (CBS)
Motor Neglect Alltags-Rating (Kerkhoff, 2017)
Postural Assessment Scale for Stroke Patients
Standardisierte Pusher Skala
Untersuchungsbogen zur Erfassung der Unawareness für den vernachlässigten Arm (Schmidt et al., 2013a)

Tabelle 6: Übersicht über standardisierte und kommerziell verfügbare sowie experimentell gebräuchliche Diagnostikverfahren zur Diagnostik von Neglect, Extinktion und Unawareness
Tabelle 7: Differenzialdiagnostik neglect- oder extinktionsbedingter Defizite von elementar-sensorischen oder -motorischen Störungen
Tabelle 8: Tipps zur Differenzialdiagnose homonymer Gesichtsfeldausfälle von scheinbaren, neglectbedingten Skotomen (nach Kerkhoff & Schindler, 1997)
Tabelle 9: Sensitive Tests zur Erfassung eines Restneglects oder einer Restextinktion

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0335579

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Widder, B. (2017). Klinische Tests zur Beschwerdenvalidierung. Fortschritte der Neurologie Psychiatrie, 85 (12), 740-746.

29. Juni. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Zeitschrift Kommentare deaktiviert für Widder, B. (2017). Klinische Tests zur Beschwerdenvalidierung. Fortschritte der Neurologie Psychiatrie, 85 (12), 740-746.

https://doi.org/10.1055/s-0043-118480

Beschwerdenvalidierung ist sowohl im klinischen Kontext als auch bei Begutachtungen von wesentlicher Bedeutung. Werden bei einer Untersuchung neurologische Symptome demonstriert und/oder Schmerzen geklagt, die nicht oder nicht vollständig durch eine zugrunde liegende Erkrankung erklärbar sind, gilt es eine mögliche psychische Verursachung zuverlässig zu erkennen, um weitere unnötige Untersuchungen zu vermeiden. Bei Begutachtungen ist zusätzlich in einem weiteren Schritt eine Vortäuschung oder Aggravation der Beschwerden zur Erlangung finanzieller Vorteile zu differenzieren. Die vorliegende Übersicht enthält eine Zusammenstellung der für den Neurologen und Psychiater wichtigsten klinischen Beobachtungen und Tests zur Beschwerdenvalidierung bei sensomotorischen Symptomen, Tremor, Gang-, Gleichgewichts- und Sehstörungen sowie geklagten Schmerzen.

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0335745

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Kanning, U. P. (2017). Computertechnologie in der Personalauswahl. Zwischen Hoffen und Bangen. Skeptiker, 30 (4), 168-173.

8. Juni. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Zeitschrift Kommentare deaktiviert für Kanning, U. P. (2017). Computertechnologie in der Personalauswahl. Zwischen Hoffen und Bangen. Skeptiker, 30 (4), 168-173.

Chancen und Schwächen des Einsatzes von Computertechnologie in der Personalauswahl werden diskutiert. Dabei wird zunächst auf zwei etablierte Methoden eingegangen: computergestützte Testverfahren und Online-Bewerbungsformulare. Anschließend wird unter dem Stichwort „Big Data“ der Einbezug großer Datenmengen diskutiert, mit besonderem Blick auf Internet-Daten (wie etwa soziale Netzwerke). Dabei wird die aktuelle Studienlage zum Zusammenhang von Internet-Daten und der Ausprägung von Persönlichkeitsmerkmalen aufgezeigt und resümiert, dass die Vorhersage der beruflichen Leistung via Persönlichkeitsmerkmalen mittels Big Data nur unwesentlich besser ist als ein Münzwurf. Zur computergestützten Sprachanalyse und der Ableitung von Persönlichkeitsmerkmalen aus Sprachmustern werden einige Kritikpunkte aufgezählt mit dem Ergebnis, dass die Sprachanalyse als Methode der Personaldiagnostik nicht geeignet ist.

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0334172

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Woldag, H., Müller, F. & Wissel, J. (2017). Messskalen in der Neurorehabilitation – Was messen wir wirklich? Neurologie & Rehabilitation, 23 (4), 285-292.

30. Mai. 2018 Manfred Eberwein - Geposted in Zeitschrift Kommentare deaktiviert für Woldag, H., Müller, F. & Wissel, J. (2017). Messskalen in der Neurorehabilitation – Was messen wir wirklich? Neurologie & Rehabilitation, 23 (4), 285-292.

Anhand einer systematischen Literaturrecherche wird die Anwendung von Assessments zur Erfassung einer Spastik infolge eines Schlaganfalls betrachtet und in einer Übersicht kritisch diskutiert. Bei der Suche in Veröffentlichungen im Zeitraum 2011-2015 fanden sich insgesamt 42 verschiedene Messskalen zu folgenden Erhebungsebenen: (1) Spastizität/Tonuserhöhung, (2) Motorische Funktionen, (3) Lebensqualität, (4) Therapiezielerreichung (5) Schmerz. Am häufigsten wurden die Ashworth-Skala (AS) bzw. die modifizierte Ashworth-Skala (MAS) sowie die Tardieu-Skala eingesetzt. Es wird empfohlen, Assessments von verschiedenen Ebenen zu kombinieren und patientenbezogene Therapieergebnisse durch Instrumente wie dem Goal Attainment Scaling (GAS) oder dem Goal Attainment Scaling – Evaluation of Outcome for Upper Limb Spasticity (GAS-eous) mit abzubilden.

Tab. 1: Beurteilung der Muskelreaktion mittels Tardieu-Skala
Tab. 2: Verwendete Assessments in Studien zur oberen Extremität
Tab. 3: Zeitaufwand für Tests zur Erfassung der Motorik der oberen Extremität
Abb. 1: Ermittlung des Spastikwinkels nach Tardieu
Abb. 2: Modifzierter Frenchay Arm Test

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0334620

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MBK-0 – Test mathematischer Basiskompetenzen im Kindergarten

27. April. 2018 Lara Schmidt - Geposted in Publizierter Test Kommentare deaktiviert für MBK-0 – Test mathematischer Basiskompetenzen im Kindergarten

Krajewski, K. (2018). MBK 0. Test mathematischer Basiskompetenzen im Kindergartenalter [Testbox mit Manual inkl. CD-ROM mit Normwerteprogramm, Testanweisung, 10 Protokollbögen und kleiner Schachtel mit Testmaterialien]. Göttingen: Hogrefe.

388,00 Euro (Testbox komplett; Stand 06.03.2018)

o MBK 0 (Informationen von der Testzentrale mit Bestellmöglichkeit)

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PCL-R – Hare Psychopathy Checklist-Revised – deutsche Fassung 2017

27. April. 2018 Lara Schmidt - Geposted in Publizierter Test Kommentare deaktiviert für PCL-R – Hare Psychopathy Checklist-Revised – deutsche Fassung 2017

Mokros, A., Hollerbach, P., Nitschke, J. & Habermeyer, E. (2017). PCL-R. Hare Psychopathy Checklist – Revised. Deutsche Version der Hare Psychopathy Checklist – Revised (PCL-R) von R. D. Hare [Testbox mit Manual, 5 Interviewleitfäden, 5 Auswertungsbögen]. Göttingen: Hogrefe.

125,00 Euro (Testbox komplett; Stand 06.03.2018)

o Welcome to „Without Conscience“ – Robert Hare’s Web Site devoted to the study of Psychopathy

o Beschreibung der PCL-R Psychopathy Checklist Revised (PCL-R) auf der Homepage von Robert D. Hare

o PCL-R (Informationen von der Testzentrale mit Bestellmöglichkeit)

o Psychopathy Checklist bei Wikipedia

o Alix Spiegel. (2011). Can a test really tell who’s a psychopath?

o Hare, R. D. (2016). Psychopathy, the PCL-R, and criminal justice: Some new findings and current issues. Canadian Psychology/Psychologie canadienne, 57(1), 21. [PDF]

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DiLe-D – Differenzierter Lesetest – Dekodieren

27. April. 2018 Lara Schmidt - Geposted in Publizierter Test Kommentare deaktiviert für DiLe-D – Differenzierter Lesetest – Dekodieren

Paleczek, L., Seifert, S., Obendrauf, T., Schwab, S. & Gasteiger-Klicpera, B. (2018). DiLe-D. Differenzierter Lesetest – Dekodieren [Testbox mit Manual, Leseblatt Wort, Leseblatt Pseudowort, 5 Protokollbögen Wort, 5 Protokollbögen Pseudowort, 5 Auswertungsbögen]. Göttingen: Hogrefe.

88,00 Euro (Testbox komplett; Stand: 14.02.2018)

o DiLe-D (Informationen von der Testzentrale mit Bestellmöglichkeit)

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