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Tischler, L. (2019). Antitest-Revolte? Zum Für und Wider der Testdiagnostik. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 68 (3), 219-232.

Mit Bezug auf internationale Schulleistungsvergleiche, gesamtgesellschaftliche Inklusionsbemühungen sowie soziale und ökonomische Teilhabe erfolgt eine Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Argumenten gegen den Einsatz psychologischer Testverfahren. Anknüpfend an die Anti-Test-Bewegung der 1960er bis 1980er Jahre in den USA und Europa wird der als klassisch bezeichnete Beitrag Anne Anastasis „Psychology, psychologists and psychological testing“ von 1967 eingehend erörtert. Anastasis Argumentation wird anhand von sieben nach wie vor aktuellen Einwänden gegen eine psychologische Testdiagnostik als Grundlage von Selektionsentscheidungen dargestellt. Es wird deutlich, dass eine Kritik am Diagnostikum als Mittel der Informationsgewinnung vom Zweck – der diagnostischen Zielsetzung – und den entsprechenden Rahmenbedingungen unterschieden werden muss.
With regard to international student assessments, efforts of inclusion in society, as well as social and economic participation, this article deals with fundamental arguments against the use of psychological tests. Taking into account the antitest revolt of the 1960s to 1980s in the US and Europe the author ventilates Anne Anastasis‘ classical paper Psychology, psychologists, and psychological testing of 1967. Anastasis‘ point of view is illustrated by means of seven objections against psychological testing as a basis of selection decisions. It becomes clear that a critique of tests as a means of obtaining information has to be clearly distinguished from the ends – the purpose and objective of diagnostics – and the general framework.
PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0351496
https://doi.org/10.13109/prkk.2019.68.3.219

Irblich, D. (2019). Antitest-Revolte? Wo findet sie statt und durch wen? Anmerkungen zum Beitrag von L. Tischler. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 68 (3), 233-236.
Kommentiert wird ein Beitrag von L. Tischler (im gleichen Heft), in dem er sich unter besonderer Berücksichtigung der Schulpädagogik und einer Publikation von Anne Anastasi mit Kritik an der Testdiagnostik auseinandersetzt. Unter anderem wird Tischler in seinem Wunsch nach weiterer Verbreitung von Testanwendungen im schulischen Bereich unterstützt. Tests als Alternative zur Leistungsbewertung durch Noten werden hingegen abgelehnt. Es wird kritisiert, dass viele psychologische Testverfahren, die Praktikerinnen und Praktikern zur Verfügung stehen, methodische Mängel aufweisen und die Angaben in Testmanualen nicht selten irreführend und unvollständig seien. Eine „Test- oder Anti-Test-Revolte“ wird in absehbarer Zeit nicht erwartet. Ein kritischer Diskurs über Nutzen und Schaden psychologischer Testverfahren bei pädagogisch-psychologischen Fragestellungen wird als erwünscht betrachtet.
Zusatzabstract A contribution by L. Tischler (in the same issue) is commented on, in which he deals with criticism of test diagnostics, paying particular attention to school pedagogy and a publication by Anne Anastasi. Among other things, Tischler is supported in his wish for further dissemination of test applications in schools. However, tests as an alternative to achievement evaluation by grades are rejected. It is criticized that many psychological tests available to practitioners have methodological shortcomings and that the information given in test manuals is often misleading and incomplete. A „test or anti-test revolt“ is not expected in the foreseeable future. A critical discourse on the benefits and harms of psychological testing in pedagogical-psychological questions is considered desirable.
PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0351497
https://doi.org/10.13109/prkk.2019.68.3.233

Legenbauer, T. (2019). Kommentar zum Beitrag: Antitest-Revolte? Zum Für und Wider der Testdiagnostik. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 68 (3), 237-240.
Kommentiert wird der Beitrag von L. Tischler (im gleichen Heft), in dem er sich unter besonderer Berücksichtigung der Schulpädagogik und einer 1967 von Anne Anastasi vorgelegten Publikation mit Kritik an der Testdiagnostik auseinandersetzt. Unter anderem werden Argumente, die für eine standardisierte Diagnostik sprechen, skizziert und Betrachtungen zur klinischen Diagnostik ergänzt. Hier wird insbesondere aufgezeigt, wie sich das Risiko von Fehldiagnosen und unerwünschter Nebenwirkungen von Diagnostik verringern lässt. Auf die Notwendigkeit einer qualifizierten Ausbildung in standardisierter Testdiagnostik und damit der auch berufspolitischen Bedeutung von Tischlers Beitrag wird abschließend hingewiesen.
The article by L. Tischler (in the same issue) is commented on, in which he deals with criticism of test diagnostics, paying particular attention to school pedagogy and a publication presented by Anne Anastasi in 1967. Among other things, arguments in favor of standardized diagnostics are outlined and considerations on clinical diagnostics are supplemented. In particular, it is shown how the risk of misdiagnosis and undesirable side effects of diagnostics can be reduced. Finally, the necessity of a qualified training in standardized test diagnostics and thus the importance of Tischler’s contribution for professional policy is pointed out.
PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0351498
https://doi.org/10.13109/prkk.2019.68.3.237


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