Startseite | Impressum | Kontakt

Reinke, E. (2017). Das psychoanalytische Erstinterview und seine Bedeutung für Diagnostik und Behandlung. Gießen: Psychosozial-Verlag.

[291 S., EUR 29,90, ISBN: 978-3-8379-2626-2]

Grundlagen und Techniken des psychoanalytischen Interviews, das die erste Verständigung zwischen Therapeutinnen und Therapeuten und Patientinnen und Patienten bildet, werden erläutert. Als Sondierung der Möglichkeiten einer Behandlung besitzt das Interview eine zentrale Funktion in der Therapie und stellt die erste Gelegenheit dar, die psychoanalytische Methode flexibel auf die Gegebenheiten der jeweiligen Patientinnen und Patienten anzuwenden. Um eine Orientierung für diesen wichtigen Ausgangspunkt der Therapie zu geben, werden sowohl das Erstinterview nach Hermann Argelander als auch das strukturelle Interview nach Otto F. Kernberg vorgestellt, und beide Verfahren werden an Praxisbeispielen illustriert. Auf die erkenntnistheoretische Dimension des Interviews wird eingegangen und die für das Erstgespräch wichtigsten Grundlagen der psychoanalytischen Theorie, insbesondere die Theorie der Technik und das Konzept des szenischen Verstehens nach Alfred Lorenzer, werden präsentiert. – Inhalt: (A) Einführung: Geschichte und Grundlagen. (1) Aufbau und Schwerpunkt meiner Überlegungen. (2) Aufgabe und Besonderheiten des psychoanalytischen Interviews. (3) Die Entwicklung von Interviewmethoden in der Psychoanalyse. – (B) Das psychoanalytische Erstinterview in seiner Entwicklung aus dem SFI. (4) Die Vorläufer. (5) „Das Erstinterview in der Psychotherapie“ nach Hermann Argelander. (6) Zum Begriff des Gegenwillens (Freud) – ein Plädoyer für seine Wiedereinführung. (7) Eingangsszenen. (8) Psychosomatisch-psychoanalytische Theorien – ein Exkurs. (9) Die Gliederung des Erstinterviews. (10) Zwei vollständige Interviewprotokolle. (11) Das Verbatim-Protokoll. – (C) Der Ansatz von Kernberg. (12) Die Auffassung der Objektbeziehungstheorie bei Otto Kernberg. (13) Verfahren und Theorieperspektiven. (14) Exkurs zur Begriffsklärung: Was heißt „dyadisch“? Was heißt „triadisch“? (15) Formen der Übertragung. (16) Fallbeispiele. (17) Das strukturelle Interview nach Otto Kernberg. (18) Gliederung des SI. (19) Haltung des Interviewers – Dauer und Aufgaben des SI. (20) Ein Strukturelles Interview: Ausschnitte und Kommentare. – (D) Fazit und Ausblick. (21) Das psychoanalytische Erstinterview und das SI – ein Erstinterview mit einem Borderline-Patienten. (22) Abschließende Bemerkungen zu den methodischen und erkenntnistheoretischen Überlegungen. – (E) Anhang (Liste der Fallbeispiele, Literatur).

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0321943


Sie können Antworten zu diesem Beitrag mit dem RSS 2.0 feed verfolgen Beide Kommentare und Pings sind geschlossen.

AddThis Social Bookmark Button

Kommentare sind geschlossen.