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Nowara, S. (2014). Nichts geht über standardisierte Verfahren!? Recht und Psychiatrie, 32 (3), 148-150.

Thema des Beitrags ist das Vorgehen bei forensischen Begutachtungen. Im Rahmen von Prognosebegutachtungen wird die Anwendung von Prognoseinstrumenten als de lege artis angesehen, ebenso wie unumstritten ist, dass die Durchführung standardisierter psychologischer Tests die Datenbasis für eine Begutachtung erweitern kann. Die Art der Anwendung sowie die Anzahl der verwendeten Verfahren wird in der Literatur bereits seit Langem diskutiert. Einhellige Meinung besteht dahingehend, dass die Verfahren und Instrumente dem Untersuchungsanlass angemessen und auf den Einzelfall zugeschnitten sein sollen. Der Erkenntnisgewinn wird nicht dadurch vergrößert, dass möglichst viele Verfahren zum Einsatz kommen. Die Ausführungen werden an einem Beispiel verdeutlicht, wobei das Gutachten im Auftrag der Strafvollstreckungskammer eines Landgerichtes unter der Fragestellung erstattet wird, ob die in den Taten zutage getretene Gefährlichkeit des Untergebrachten weiter fortbesteht und ob dieser außerhalb des Maßregelvollzugs infolge seines Hanges erhebliche Straftaten begehen wird, durch die die Opfer seelisch oder körperlich schwer geschädigt werden, und ob eine Lockerungseignung des Untergebrachten vorliegt.

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0282162


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