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Stieglitz, R.-D. (2012). Diagnostik pathologischen Glücksspielens. In F.M. Wurst, N. Thon & K. Mann (Hrsg.), Glücksspielsucht. Ursachen – Prävention – Therapie (S. 130-145). Bern: Huber.

Es wird im Überblick informiert über den aktuellen Stand der Diagnostik pathologischen Glücksspielens. Thematisiert werden dabei die Klassifikation des pathologischen Glücksspielens, die vorhandenen diagnostischen Instrumente und der diagnostische Prozess. Es wird deutlich, dass gegenwärtig kein Instrument als Standard zur Diagnostik des Glücksspielens anzusehen ist. Zudem scheint die Diagnostik allgemeinen Einschätzungen nach im Vergleich etwa zum Alkoholismus weniger weit entwickelt. Abschließend werden bezüglich der Diagnostik des Glücksspielens folgende Aspekte zusammengefasst: (1) In den aktuellen Interviews zur ICD-10 bzw. zum DSM-IV sind keine Module für pathologisches Glücksspiel enthalten. (2) Es existiert jedoch eine Reihe von störungsspezifischen Instrumenten, die zum Teil auf unterschiedliche Populationen fokussieren (etwa Ältere, Adoleszente). (3) Meist handelt es sich allerdings um fremdsprachige (in der Regel englischsprachige) Verfahren, für die empirische Überprüfungen im deutschsprachigen Raum noch ausstehen. (4) Die vorliegenden Instrumente haben den Mangel, dass sie nicht manualisiert sind, d. h. es liegen keine umfassenden Zusammenstellungen aller empirischen Ergebnisse vor. Meist beschränken sich die Darstellungen auf Publikationen in Fachzeitschriften. Für die praktische diagnostische Arbeit wird eine Kombination störungsspezifischer wie störungsübergreifender Verfahren empfohlen.

PSYNDEX Literature & Audio Visual Media Accession Number: 0253289


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