Es wird ein Überblick gegeben über die zentralen persönlichkeitstheoretischen Modelle für (Klein-) Kinder, Jugendliche und Erwachsene und die daraus hervorgegangenen psychometrischen Testverfahren. Dabei wird zum einen auf die Problematik der Bedeutungsäquivalenz der Konzeptionen für unterschiedliche Lebensalter eingegangen, die für das Aufzeigen von Entwicklungsverläufen nötig ist. Zum anderen werden methodische und inhaltliche Gütekriterien für Persönlichkeitsmodelle vorgestellt, die zur Verbesserung der Anwendbarkeit von Persönlichkeitsskalen beitragen könnten. Diese werden insbesondere in einer Integration von Erkenntnissen und Konzepten zur Entwicklungspsychopathologie gesehen, um normale und abnorme Persönlichkeitsentwicklung sinnvoll zueinander in Beziehung setzen zu können. Als ein Modell, das diese Kriterien weitestgehend erfüllen kann, wird Cloningers Sieben-Faktorenmodell der Persönlichkeit vorgestellt und den Konkurrenzmodellen und Inventaren des Kindes- und Jugendbereichs gegenübergestellt. Abschließend wird für mehr früh beginnende Längsschnittstudien im Bereich der Persönlichkeitsforschung plädiert, um die grundlegenden Persönlichkeitsmerkmale mit Bezug zur Entwicklung von psychischen Störungen finden zu können.
This article gives an overview on different personality models for toddlers, children, adolescents and adults and the resulting psychometric inventories. The problem of equivalence in content between the concepts for different ages is discussed. Several criteria for providing reasonable constructs and valid scales are presented. Hereby the main focus is the link between personality and developmental psychopathology. Especially Cloningers seven factor model of personality seems to be one superior possibility to meet these criteria. In the end the authors plead for more longitudinal studies focussing on personality and developmental psychopathology in order to improve our understanding of normal versus abnormal personality development.
PSYNDEX Literature & Audio Visual Media-Nr.: 243556